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    Unter Hochspannung: 5 Fakten zu Sommergewittern

    Sommerzeit ist Gewitterzeit – rund 95 aller Blitzeinschläge in Deutschland finden zwischen Mai und August statt. Häuser und ihre Bewohner sind bekanntermaßen durch Blitzableiter geschützt. Weniger gut kann es Telefonen, PCs, Fernsehern oder DSL-Routern ergehen. hallo nachbar erklärt, welche Komponenten Schaden nehmen können, wie man vorbeugen kann und was im Notfall zu tun ist.

    1. Die Gewittergefahr in Deutschland fällt unterschiedlich hoch aus: Der Langzeit-Tiefstwert mit insgesamt 432.000 Blitzen wurde im im Jahr 2016 gemessen. Zum Vergleich: 2008 blitzte es fast eine Million Mal in Deutschland. Erfasst werden diese Daten vom Blitz-Informationsdienst, der seit 1992 mit mittlerweile rund 160 Messstationen in Europa (32 davon in Deutschland) das elektromagnetische Feld von Blitzen misst. Bis auf 200 Meter genau können so Blitze in ganz Europa registriert werden.

    2. In Deutschland werden jährlich im Schnitt etwa 400.000 Überspannungsschäden gemeldet. Da die Haushalte mit immer mehr hochwertiger Technik ausgestattet sind, steigt jedoch die Schadensumme seit einigen Jahren kontinuierlich an. Während ein Blitzschlag im Jahr 2013 noch Sachwerte im Wert von durchschnittlich 580 Euro zerstörte, waren es nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft im Jahr 2017 bereits 45 Prozent mehr. Neben Geräten wie Smart-TVs, Routern und Computern kann auch Gebäudetechnik wie Heizungs- oder Jalousien-Steuerungen durch Blitzeinschläge zerstört werden.

    3. Eine der einfachsten und effektivsten Schutzmaßnahmen kannten schon unsere Großeltern: Stecker ziehen! Wenn der Blitz in das Stromnetz einschlägt, können Überspannungsschäden auftreten. Ist das betreffende Gerät zum Zeitpunkt des Einschlags mit keinem Leitungsnetz verbunden, kann nichts passieren. Diese Maßnahme ist vor allem dann sinnvoll, wenn man im Urlaub oder längere Zeit nicht zu Hause ist. Schaltbare Steckdosenleisten schützen nicht, da auch im ausgeschalteten Zustand ein Kontakt des Schalters mit dem Stromnetz verbunden bleibt.

    4. Neben dem äußeren Schutz wie Blitzableitern oder Erdungskabeln, die hierzulande längst Standard sind, gibt es auch sinnvolle Maßnahmen für den inneren Blitzschutz, der einzelne Bauteile und Geräte im Haus vor den Auswirkungen eines Einschlages schützen soll. Dabei kann beispielsweise ein Überspannungsschutz in den zentralen Stromverteiler eingebaut werden. Hochwertige Schutzstecker und -leisten aus dem Fachhandel können Stromstärken von bis zu 120.000 Ampere abwehren.

    5. Sollte ein Gerät nach einem Gewitter nicht mehr richtig funktionieren, dann kann manchmal ein Neustart helfen. Dafür wird es für zehn Sekunden vom Stromnetz getrennt und anschließend wieder verbunden. Falls das nicht hilft und das Gerät tatsächlich Schaden genommen hat, muss es ausgetauscht werden. Viele Versicherungen bieten einen Schutz gegen solche Überspannungsschäden an, auch bestehende Hausratversicherungen können entsprechend ergänzt werden. Allerdings sollten Verbraucher darauf achten, in welchem Umfang die Schäden abgedeckt werden.

      Bei Ihnen hat der Blitz eingeschlagen oder Sie wollen richtig dagegen vorbeugen? Hier finden Sie weitere Informationen: https://service.ewe.de/internet/blitzschutz
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