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    Backofen oder Heißluftfritteuse: Was spart Strom?

    Backofen, Heißluftfritteuse oder Thermoküchenmaschine: Welches Küchengerät spart im Alltag wirklich Strom und Zeit? Der Vergleich zeigt typische Verbrauchswerte, sinnvolle Einsatzbereiche und einfache Tipps für bewusstes Kochen und Backen.

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    Backofen, Heißluftfritteuse oder Thermoküchenmaschine: Was spart Strom?

    Viele Haushalte nutzen heute mehr als ein Küchengerät. Neben dem klassischen Backofen stehen immer häufiger ein Airfryer, also eine Heißluftfritteuse, oder eine Küchenmaschine mit Kochfunktion in der Küche. Gemeint sind Geräte, die Zutaten zerkleinern, rühren, erhitzen, kneten oder dampfgaren können, zum Beispiel Thermomix, Bosch Cookit oder Monsieur Cuisine.Doch welches Gerät lohnt sich wann? Für kleine knusprige Portionen ist der Airfryer oft besonders praktisch und sparsam. Für große Mengen bleibt der Backofen sinnvoll. Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion spart vor allem aktive Arbeitszeit, weil sie mehrere Schritte wie Zerkleinern, Rühren, Kochen und Dampfgaren übernimmt.

    Der tatsächliche Stromverbrauch hängt immer vom Modell, der Temperatur, der Menge und der Garzeit ab. Trotzdem helfen typische Werte bei der Orientierung. Für einen durchschnittlichen Backvorgang wird häufig mit etwa 1,0 Kilowattstunde Strom gerechnet. Bei einem angenommenen Strompreis von 37 Cent pro Kilowattstunde kostet ein solcher Backvorgang rund 37 Cent. Eine kleine Portion Pommes aus der Heißluftfritteuse kann dagegen je nach Gerät und Menge bei etwa 0,275 Kilowattstunden liegen. Das entspricht rund 10 Cent Stromkosten.

    Kurz erklärt: Kilowattstunde und Stromkosten

    Eine Kilowattstunde, kurz kWh, beschreibt, wie viel Energie ein Gerät verbraucht. Die Kosten berechnen Sie einfach: Verbrauch in kWh mal Strompreis. Beispiel: 0,5 kWh mal 0,37 Euro ergibt rund 19 Cent.

    Welches Küchengerät verbraucht am meisten Strom?

    Am meisten Strom verbraucht im Alltag häufig der Backofen, wenn er für kleine Portionen genutzt wird. Der Grund ist der große Garraum. Er muss erst aufgeheizt werden, auch wenn nur wenige Brötchen, eine kleine Portion Pommes oder ein einzelnes Gericht hineinkommen. Bei großen Mengen ist dieser Nachteil weniger relevant, weil ein Backblech oder mehrere Ebenen gleichzeitig genutzt werden können.

    Eine Heißluftfritteuse arbeitet ähnlich wie ein kleiner Umluftofen. Sie erhitzt aber einen deutlich kleineren Garraum und braucht oft keine lange Vorheizzeit. Für kleinere Portionen kann das Strom und Zeit sparen. 

    Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion, auch Thermoküchenmaschine genannt, ist dagegen kein direkter Ersatz für den Backofen. Gemeint sind Geräte, die mehrere Arbeitsschritte in einem Gerät verbinden, etwa Zerkleinern, Wiegen, Rühren, Kneten, Erhitzen oder Dampfgaren. Bekanntestes Beispiel ist der Thermomix, es gibt aber auch andere Geräte dieser Art, zum Beispiel Bosch Cookit oder Monsieur Cuisine.

    Ihre Stärke liegt deshalb weniger beim Backen oder Bräunen, sondern vor allem bei Gerichten, bei denen mehrere Arbeitsschritte nacheinander anfallen. Suppen, Soßen, Risotto, Porridge, Teige oder gedämpftes Gemüse lassen sich damit oft komfortabler zubereiten. Das spart nicht automatisch immer Strom, kann aber aktive Arbeitszeit, Abwasch und zusätzliche Küchengeräte reduzieren.

     

    Wann spart der Airfryer wirklich Strom?

    Die Heißluftfritteuse spart vor allem dann Strom, wenn kleine oder mittlere Mengen zubereitet werden. Dazu gehören Pommes für eine oder zwei Personen, Kartoffelspalten, Gemüse, Fischstäbchen, Hähnchenteile, Aufbackbrötchen oder Reste vom Vortag. Der Vorteil entsteht durch den kleineren Garraum und die kurze Aufheizzeit

    Weniger sinnvoll ist der Airfryer, wenn mehrere Durchgänge nötig sind. Wer vier Portionen Pommes nacheinander gart, verliert einen Teil des Zeit- und Stromvorteils. Auch Kuchen, große Aufläufe oder mehrere Bleche Gemüse sind im Backofen meist besser aufgehoben.

    Wer besonders im Sommer leichte Gerichte zubereiten möchte, kann zusätzlich auf kalte oder schnell gemachte Speisen setzen. Inspirationen dafür gibt es im Beitrag Energiesparende Sommersnacks: Leichte Ideen für heiße Tage.

     
    Praxisregel

    Kleine Portion, knuspriges Ergebnis, kurze Garzeit: Airfryer. Große Menge, mehrere Portionen, Backform oder Blech: Backofen.

    Wann ist der Backofen trotzdem die bessere Wahl?

    Der Backofen ist nicht grundsätzlich ein Stromfresser. Er wird vor allem dann ineffizient, wenn er schlecht ausgelastet ist. Bei großen Mengen kann er sogar die praktischere Lösung sein. Ein voller Auflauf, ein Kuchen, ein Brot oder ein ganzes Blech Ofengemüse lassen sich im Backofen gut zubereiten. Wer mehrere Gerichte nacheinander backt, nutzt die eingesetzte Wärme besser aus.

    Strom sparen lässt sich beim Backofen mit einfachen Gewohnheiten. Umluft ist häufig sparsamer als Ober- und Unterhitze, weil die Temperatur oft niedriger eingestellt werden kann. Vorheizen ist bei vielen Gerichten nicht nötig. Außerdem sollte die Ofentür während des Garens möglichst geschlossen bleiben. Weitere Tipps dazu finden Sie im Beitrag Energiesparen beim Backen: So nutzen Sie Ihren Backofen effizienter.

     
    Praxisregel

    Backofen nur kurz für eine Kleinigkeit einschalten lohnt sich selten. Wenn der Ofen läuft, sollte er möglichst gut genutzt werden.

    Wann spart eine Küchenmaschine mit Kochfunktion Zeit?

    Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion spart vor allem aktive Arbeitszeit, weil sie mehrere Arbeitsschritte in einem Gerät umsetzen und verknüpfen können. Das ist besonders praktisch bei Suppen, Soßen, Risotto, Porridge, Teigen, gedämpftem Gemüse oder Gerichten, die sonst regelmäßig umgerührt werden müssen.

    Beim Stromverbrauch ist die Thermoküchenmaschine nicht automatisch immer sparsamer als Herd oder Backofen. Ihre Stärke liegt in der Zeitersparnis. Wer für eine Suppe erst Gemüse zerkleinert, dann kocht und anschließend püriert, kann mit einem Gerät mehrere Küchenhelfer ersetzen. Das spart Zeit, Abwasch und manchmal auch Energie, weil weniger Geräte parallel genutzt werden.

    Für knusprige Gerichte ist eine Küchenmaschine mit Kochfunktion dagegen nicht die richtige Wahl. Röstaromen, Kruste und Bräunung entstehen besser im Backofen, in der Pfanne oder im Airfryer.

     

    Was spart am meisten Zeit?

    Bei kleinen Portionen ist meist der Airfryer am schnellsten. Er muss kaum oder nur kurz vorheizen und erreicht durch den kleinen Garraum schnell hohe Temperaturen. Für Aufbackbrötchen, Kartoffelspalten oder Snacks ist er deshalb häufig praktischer als der Backofen.

    Die Thermoküchenmaschine spart Zeit anders. Sie nimmt Arbeit ab. Während sie rührt, kocht oder knetet, können andere Dinge erledigt werden. Das ist besonders hilfreich bei Gerichten, die sonst viel Aufmerksamkeit brauchen. Der Backofen braucht oft länger, kann aber größere Mengen auf einmal zubereiten. Für Familien oder Gäste kann er deshalb trotzdem die zeitsparende Lösung sein.

     

    Was lohnt sich für welchen Haushalt?

    Für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte ist die Heißluftfritteuse oft sinnvoll, wenn regelmäßig kleine warme Mahlzeiten, Snacks oder Beilagen zubereitet werden. Für Familien bleibt der Backofen wichtig, weil größere Mengen in einem Durchgang gegart werden können. Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion wie der Thermomix lohnt sich besonders für Haushalte, die häufig frisch kochen und Arbeitsschritte vereinfachen möchten.

    Ein neues Gerät spart aber nicht automatisch Energie. Wer einen Airfryer oder Thermoküchenmaschine selten nutzt, gleicht die Anschaffungskosten kaum aus. Wirklich sinnvoll ist ein Gerät dann, wenn es regelmäßig ein weniger passendes Gerät ersetzt. Also zum Beispiel die Heißluftfritteuse statt Backofen für kleine Portionen oder die Thermoküchenmaschine statt Topf, Mixer und Rührgerät bei bestimmten Gerichten.

     

    Wie können Sie den eigenen Stromverbrauch prüfen?

    Am genauesten ist ein Strommessgerät. Es wird zwischen Steckdose und Gerät gesteckt und zeigt an, wie viel Strom ein bestimmter Vorgang verbraucht. So lässt sich direkt vergleichen, ob Aufbackbrötchen im Backofen oder in der Heißluftfritteuse weniger Strom benötigen. Auch bei der Thermoküchenmaschine können Sie prüfen, wie viel Energie ein bestimmtes Rezept tatsächlich braucht.

    Für einen einfachen Küchencheck reicht schon eine kleine Tabelle:

    Gericht Gerät  Dauer  Gemessener Verbrauch   Kosten
     Aufbackbrötchen  Airfryer  8 Minuten  selbst messen  kWh x Strompreis
     Aufbackbrötchen  Backofen  15 Minuten plus Vorheizen  selbst messen  kWh x Strompreis
     Ofengemüse  Backofen  35 Minuten  selbst messen  kWh x Strompreis
     Suppe  Küchenmaschine mit Kochfunktion  25 Minuten  selbst messen  kWh x Strompreis


    Die Formel ist einfach: Stromverbrauch in Kilowattstunden mal Strompreis in Euro. Bei 0,5 kWh und 37 Cent pro Kilowattstunde entstehen zum Beispiel rund 19 Cent Stromkosten.
    Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet
    Was verbraucht mehr Strom, Backofen oder Airfryer?

    Für kleine Portionen verbraucht die Heißluftfritteuse meist weniger Strom, weil sie einen kleineren Garraum erhitzt und häufig schneller fertig ist. Für große Mengen kann der Backofen sinnvoller sein, wenn er gut ausgelastet wird.

    Was ist günstiger für Pommes?

    Für eine kleine Portion Pommes ist die Heißluftfritteuse oft günstiger. Bei einem Beispielverbrauch von 0,275 Kilowattstunden liegen die Stromkosten bei rund 10 Cent. Ein durchschnittlicher Backvorgang mit 1,0 Kilowattstunde kostet bei 37 Cent pro Kilowattstunde rund 37 Cent.

    Ist eine Küchenmaschine mit Kochfunktion stromsparend?

    Sie kann stromsparend sein, wenn sie mehrere Arbeitsschritte bündelt. Ihr größter Vorteil liegt aber oft in der Zeitersparnis und im geringeren Aufwand.

    Sollte man den Backofen immer vorheizen?

    Nein. Vorheizen ist bei vielen Gerichten nicht nötig. Bei empfindlichen Teigen, Brot oder Rezepten mit genauer Backtemperatur kann es aber sinnvoll sein.

    Welches Gerät lohnt sich am meisten?

    Das hängt vom Alltag ab. Wer kleine Portionen zubereitet, profitiert häufig Airfryer. Wer große Mengen kocht oder backt, braucht den Backofen. Wer regelmäßig frisch kocht und Arbeitsschritte vereinfachen möchte, kann mit einer Thermoküchenmaschine Zeit sparen.

    EWE-Tipp: Erst Verbrauch verstehen, dann gezielt sparen

    Viele Stromspartipps beginnen nicht beim Tarif, sondern beim eigenen Verhalten. Wer weiß, welches Gerät für welche Portion am sinnvollsten ist, kann im Alltag bewusster entscheiden. Das gilt nicht nur für Backofen, Airfryer und Thermomix, sondern auch für andere große Haushaltsgeräte. Besonders der Kühlschrank läuft rund um die Uhr und kann je nach Alter, Einstellung und Nutzung spürbar zum Stromverbrauch beitragen. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag: Energiesparen beim Kühlschrank: 5 wichtige Tipps.

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