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    E-Autos im Winter: So fährt man besonders energiesparend

    Verbrauchen Elektroautos im Winter eigentlich mehr Energie? Ist die Wallbox bei extremen Minusgraden gefährdet? Und ist ein E-Auto-Akku eigentlich besonders kälteempfindlich? hallonachbar.de klärt mit EWE-Smartgeber Jonas Kossendey von EWE Go die wichtigsten Fragen für E-Autofahrer im Winter.

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    Jonas Kossendey Der Smartgeber
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    Jonas Kossendey lebt in Oldenburg und arbeitet bei EWE GO, die deutschlandweit die Infratstruktur für Elektromobilität weiter ausbaut. Weitere Infos: www.ewe-go.de. 

    Elektronik und Kälte? Es ist ein kompliziertes Verhältnis. Fast jeder kennt die Situation im Winter, wenn bei Minusgraden etwa das Smartphone schlappmacht. Wer bei Schnee die Joggingschuhe schnürt und unterwegs Musik hören will, muss sich auf einen „leisen Lauf“ einstellen: iPhones und Android Geräte sind so konfiguriert, dass sie sich ab einer bestimmten Temperatur (Hitze oder Kälte) automatisch ausstellen, um den Akku zu schonen.

    Ein solches Szenario müssen Fahrer von Elektroautos nicht fürchten, ein E-Auto-Akku schaltet sich nicht aufgrund extremer Witterung von allein aus. Trotzdem haben Minustemperaturen eine direkte Auswirkung auf die Leistung. Übliche Lithium-Ionen-Akkus in E-Autos sind bei Temperaturen von 20-40 Grad am effizientesten. Sinkt das Thermometer auf den Gefrierpunkt (und weit darunter), wird dem Akku automatisch mehr abverlangt. Nicht nur für den Antrieb, sondern auch für den Komfort der Insassen. Um den Energieaufwand für den Komfort der Insassen zu reduzieren, haben Elektroautos (je nach Modell) vielfältige Möglichkeiten. Viele bieten eine Wärmepumpe oder Sitz- und Lenkradheizung an. Beides spart Energie im Vergleich zu „herkömmlichen“ Heizsystemen.

    E-Auto im Winter: Längere Fahrten sind problemlos möglich

    EWE-Smartgeber Jonas Kossendey: „Der Akku ist für gewöhnlich im Fahrzeugboden verbaut und wird im Winter besonders kalt. Um aber elektrochemisch gut arbeiten zu können, sollte er in den optimalen Bereich von mindestens 20 Grad gebracht werden.

    Die „Akkuwohlfühltemperatur“ ist besonders hilfreich beim Schnellladen (DC), das heißt beim Schnelladen unterwegs. Je näher die Akkutemperatur der Akkuwohlfühltemperatur ist, desto schneller kann man unterwegs an einer Schnellladesäule laden. Wie bekommt man den Akku auf „Wohlfühltemperatur“? Manche Elektroautos haben dafür im Navigationssystem einen Algorithmus, der den Akku auf die passende Temperatur beim Fahren klimatisiert. Diese Funktion ist noch nicht Marktstandard. Aber: Quasi alle E-Autos haben serienmäßig eine Standheizung und können vor Fahrantritt vorgewärmt werden. Wenn das E-Auto an eine Wallbox angeschlossen ist, wird der Strom fürs Vorheizen direkt aus dem Stromnetz und nicht aus der Batterie genommen. Auch das aufwändige Eiskratzen entfällt somit. Mittlerweile gibt es sogar Apps, mit denen man das Vorheizen per Smartphone aktivieren kann, wenn man etwa noch am Frühstückstisch sitzt. Dies geht apropos auch umgekehrt im Sommer. Beim Eisessen eben das Auto auf eine akzeptable Temperatur kühlen

    So fährt man energiesparend: Tempo drosseln und „Segeln“

    Die meisten Elektroautos haben einen Eco-Modus, der automatisch am meisten Energie spart. Auch im Winter sollte man sein Fahrverhalten dementsprechend anpassen. Nicht rasen, sondern achtsam und vorausschauend fahren. Die optimale Form des energiesparenden Fahrens im E-Auto ist das sogenannte Segeln, so bezeichnet man das freie Rollen lassen des Autos. Dabei wird die Schwungenergie des Pkw genutzt. Hierbei ist dann sogar die Rekuperation deaktiviert. Und falls es doch mal knapp sein sollte, Geschwindigkeit reduzieren auf der Autobahn hilft enorm.

    „Elektroautos haben je nach Hersteller eine Heizstrategie. Dabei soll so wenig Energie wie möglich und so viel Energie wie nötig aufgewendet werden, um den Fahrzeug-Akku bei Laune zu halten. Manche Autos nutzen sogar die relativ geringe Abwärme vom Antriebsstrang für die Innenraumheizung“, sagt EWE-Smartgeber Jonas Kossendey.
    Damit man auch bei Stau im Winter energieeffizient bleibt, gibt es ein paar Tipps, die man beherzigen sollte:

    • Klimaanlage drosseln und stattdessen Sitz- und ggf. Lenkradheizung nutzen
    • Heizung auf Umluftbetrieb einstellen
    • Standlicht aktivieren (statt Abblendlicht)
    • Front- und Heckscheibenheizung ausstellen. Wichtig: Während der Fahrt müssen die Scheiben trotzdem frei sein.

    Damit Elektroauto und Akku nicht zu stark abkühlen, wird das Parken in einer Garage empfohlen, ist aber kein Muss. Kälte hat auch einen Effekt auf den Ladevorgang, der sich durch Minusgrade verzögert. Am besten nutzt man daher eine Wallbox an einem trockenen und warmen Ort, etwa in einer Tiefgarage (oder privaten Garage). Wer sein E-Auto an einer öffentlichen Ladesäule anschließt, während ein Schneesturm tobt, muss sich zwar auf längere Ladezeit einstellen, braucht sich aber trotzdem keine Sorgen um den Akku machen: Dieser verfügt über eine Isolierung, die verhindert, dass die Batterie im Winter unterkühlt und Schaden nimmt. EWE-Smartgeber Jonas Kossendey: „Auch beim öffentlichen Laden nutze ich im Winter gerne die Vorheizfunktion, vor allem wenn ich durchgefroren vom Stadtbummel bin und in ein mollig warmes Auto steigen möchte.“

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