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    So gestalten Sie einen klimafreundlichen Garten

    Verwandeln Sie Ihren Garten in eine Klimaoase: hallonachbar.de verrät Ihnen, mit welchen Gestaltungstipps und Pflanzen Sie die Folgen des Klimawandels verringern. Wir geben zehn Tipps, wie Sie die Pflanzzeit im Frühling nutzen können, um einen wirklich klimafreundlichen Garten zu gestalten.

    © 2020 Georgi Baird/Shutterstock

    Gärten können einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Denn mit ihnen lassen sich typische Folgen des Klimawandels wie Starkregen, Hitzewellen oder die Verdrängung einheimischer Pflanzen und Insekten abschwächen. Aber Garten ist nicht gleich Garten. Wer die Pflanzzeit im Frühling nutzen will, um eine wirklich klimafreundliche Grünanlage zu gestalten, sollte insbesondere die Faktoren Schatten, Wind, Luftfeuchtigkeit und Wasserverbrauch berücksichtigen. Hier kommen zehn Tipps, wie Sie die Pflanzzeit nutzen können, um einen wirklich klimafreundlichen Garten zu gestalten.

    Verwenden Sie einheimische Pflanzen

    Durch steigende Temperaturen breiten sich Pflanzenwelt und Tiere aus wärmeren Regionen in Deutschland aus. Sie verdrängen einheimische Pflanzen – und damit auch den Lebensraum vieler einheimischer Tiere. Nutzen Sie darum bevorzugt Pflanzen, die schon lange in ihrer Region heimisch sind. Achten Sie beim Kauf auch darauf, dass die Pflanzen keine unnötig langen Transportwege zurückgelegt haben. Heimische Knollenpflanzen sind etwa Blausterne, Krokusse, Sternhyazinthe, Traubenhyazinthe oder Zierlaucharten. Auf Exoten wie Herkulesstaude, Japanischer Knöterich, drüsiges Springkraut oder kanadische Goldrute sollte man lieber verzichten.

    Sorgen Sie für Schatten

    Der Klimawandel macht Wasser zu einem immer kostbareren Gut. Schatten ist darum einer der entscheidenden Faktoren beim klimafreundlichen Gärtnern. Wer ausreichend Platz hat, sollte darum Bäume pflanzen. Diese sorgen nicht nur für Schatten, obendrein produzieren sie Sauerstoff, speichern Kohlenstoff und sorgen über ihre Blätter für Verdunstung – und damit für Luftfeuchtigkeit. Eine Alternative sind schattenspendende Sonnensegel.

    Pflanzen Sie Hecken und Sträucher

    Auch Hecken und Sträucher speichern CO2 und spenden Schatten. Zudem halten sie Wind ab – und sorgen somit dafür, dass bei den immer häufigeren Stürmen kein kostbarer Boden abgetragen wird. Besonders effektiv sind mehrere hintereinander gepflanzte Reihen von Wildstrauchhecken, die zudem Lebensraum für Vögeln und Insekten bieten.

    Mehr Vielfalt

    Monokulturen sind weniger resistent gegen Umwelteinflüsse und trocknen Böden stärker aus – was wiederum die Gefahr durch Erosion bei Sturm und Starkregen erhöht. Durch eine vielfältige Pflanzenmischung beugen Sie diesen Gefahren vor.

    Feuchtigkeit durch Teiche und Sumpfbeete schaffen

    Teiche und Sumpfbeete sorgen durch Verdunstung für Luftfeuchtigkeit – und bewässern damit indirekt die Pflanzen in ihrer näheren Umgebung. Obendrein speichern sie Kohlenstoff. Als Trinkquelle sichern sie zudem das Überleben vieler Kleintiere.

    Versiegelung stoppen

    Versiegelte Flächen wie Wege und Terrassen verhindern, dass Regenwasser vom Boden aufgenommen wird. Im Sommer heizen sich Steine zudem stark auf und strahlen sogar nachts Hitze ab. Die Alternative: Schaffen Sie Wege mit Natursteinplatten, Kies oder Holzschnitzeln und Garageneinfahrten mit Blumen-Schotter-Rasen, der Pflanzen buchstäblich Luft zum Atmen gibt. Auch Wegeplatten, deren Fugen nicht mit Mörtel gefüllt werden, helfen dem Klima, weil sie Regenwasser versickern lassen.

    Weniger wässern

    Wässern Sie seltener, aber intensiver. Die Pflanzen in Ihrem Garten werden sich diesem Vorgehen anpassen – und ihre Wurzeln tiefer in die Erde ausstrecken. Einige Pflanzenarten wie Reben oder Rosen sind wegen ihrer langen Wurzeln besonders prädestiniert dafür, in tieferen Schichten an Wasser zu gelangen.

    Wilde Wiese

    Glattgeschnittene Rasenflächen sind nicht nur pflegeintensiv, sondern verbrauchen zudem große Mengen Wasser. Denn die Wurzeln der kurzen Gräser wurzeln nur in den ersten Zentimetern des Bodens. Wildwachsende Wiesen, am besten mit einheimischen Wildblumen und Gräsern, schlagen tiefe Wurzeln – und trotzen so Hitze und Wind.

    Auf und ab

    Mit einem kleinen Hügel und Senken unterteilen Sie den Garten in trockenere und feuchtere Bereiche. Die Hügel schützen die Pflanzen in den Senken vor Erosion und Austrocknung. In den Senken kann Regenwasser versickern und sorgt für Kühle und Feuchtigkeit, von der der ganze Garten profitiert.

    Grüne Wände und Dächer

    Bewachsene Wände und Dächer von Häusern oder Gartenhütten sorgen durch Verdunstung für Luftfeuchtigkeit, spenden Schatten und absorbieren Sonnenstrahlen. Grün auf Dächern fängt zudem Regenwasser ein, das ökologisch sinnvoll – und kostengünstig – zum Bewässern genutzt werden kann.

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