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    Mit dem E-Auto unterwegs: So funktioniert öffentliches Laden

    Wer über ein Elektroauto nachdenkt, stellt sich oft ganz praktische Fragen: Wo lade ich unterwegs? Brauche ich dafür eine App? Was passiert an der Ladesäule? Und wie lässt sich eine längere Fahrt mit der Familie planen?

    Öffentliches Laden wirkt am Anfang oft komplizierter, als es im Alltag ist. Wie gut es sich in Routinen, Termine und Familienfahrten integrieren lässt, zeigt die Erfahrung von Kay Schönewerk. Der Geschäftsführer von 4iMEDIA nutzt sein E-Auto täglich und ist damit auch regelmäßig auf längeren Strecken unterwegs.

    © Adobe Stock / serg
    Kay Schönewerk Der E-Auto-Fahrer
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    Kay Schönewerk lebt mit seiner Familie in Leipzig und ist beruflich in verschiedenen Bereichen unterwegs. Er leitet unter anderem die Bildungsakademie am Rosental, die Inhouse-Seminare und Workshops in ganz Deutschland anbietet, und ist Geschäftsführer der Kommunikationsagentur 4iMEDIA. Privat verbringt er gern Zeit mit seiner Familie, ist draußen in der Natur und zu seinen Hobbys gehört das Angeln. Sein E-Auto nutzt er täglich im Alltag sowie auf längeren Strecken und kennt die praktischen Fragen rund ums öffentliche Laden deshalb aus eigener Erfahrung.

    Öffentlich laden: Was bedeutet das eigentlich?

    Öffentliches Laden umfasst alle Ladepunkte, die nicht zur privaten Wallbox zuhause gehören. Dazu zählen Ladesäulen auf Supermarktparkplätzen, an Autobahnraststätten, in Parkhäusern, an Hotels, in Innenstädten oder auf Unternehmensgeländen. Viele davon lassen sich per Lade-App, Ladekarte oder direkter Bezahlmöglichkeit nutzen.

    Kurz erklärt: Normalladen und Schnellladen

    Beim öffentlichen Laden wird grundsätzlich zwischen Normalladen und Schnellladen unterschieden. Normalladen eignet sich, wenn das Auto länger steht, zum Beispiel während eines Ausflugs, eines Termins oder über Nacht am Hotel. Schnellladen ist vor allem auf längeren Strecken hilfreich, wenn in kurzer Zeit wieder mehr Reichweite benötigt wird, beispielsweise beim Einkaufen. Welche Ladeart sinnvoll ist, hängt vom Fahrzeug, vom Akkustand, von der verfügbaren Ladeleistung und vom eigenen Zeitplan ab.

    Wie funktioniert das Laden an einer öffentlichen Ladesäule?

    „Ich fahre an die Ladesäule, stecke das Kabel ein und starte den Ladevorgang per App oder Ladekarte“, beschreibt Kay Schönewerk den Ablauf ganz unkompliziert. Je nach Anbieter funktioniert der Start auch per QR-Code oder direkter Zahlung. Danach lädt das Auto, während andere Dinge erledigt werden können. Bei vielen Schnellladestationen ist das Kabel bereits fest an der Säule angebracht. Bei manchen Normalladepunkten benötigen Sie dagegen ein eigenes Ladekabel.

    Für viele Fahrerinnen und Fahrer verändert sich mit etwas Erfahrung der Blick auf das Laden. Es wird weniger als zusätzliche Aufgabe empfunden, sondern lässt sich oft in vorhandene Wege und Pausen einbauen.

    App, Ladekarte oder direkt bezahlen?

    Öffentliche Ladepunkte können je nach Anbieter unterschiedlich freigeschaltet werden. Häufig funktioniert das per Lade-App, Ladekarte, QR-Code oder direkter Zahlung. Eine Ladekarte wird ähnlich wie eine Kundenkarte an die Ladesäule gehalten und authentifiziert den Ladevorgang. Apps bieten zusätzlich oft einen Überblick über Preise, Ladeleistung und den aktuellen Status des Ladepunkts.

    Kay Schönewerk setzt im Alltag bewusst nicht nur auf eine Lösung: „Ich habe mit der Zeit gemerkt, dass man gar nicht die eine perfekte Lösung braucht. Ich nutze verschiedene Apps und habe zusätzlich immer mehrere Ladekarten dabei. Das gibt mir Flexibilität und Sicherheit.“ Für Einsteigerinnen und Einsteiger reicht meist eine Haupt-App mit einer zusätzlichen Ladekarte als Absicherung.

    Tipp: Öffentlich laden mit EWE Go

    Wer sich einen einfachen Einstieg ins öffentliche Laden wünscht oder regelmäßig unterwegs ist, kann auch die Angebote von EWE Go prüfen. Über die EWE Go App lassen sich Ladepunkte suchen, Ladevorgänge starten und Ladekosten nachvollziehen. Das kann besonders am Anfang helfen, weil Suche, Nutzung und Abrechnung in einer Anwendung gebündelt sind.

    Wie findet man unterwegs einen passenden Ladepunkt?

    Nach den ersten Ladevorgängen geht es meist weniger um die Frage, wie das Laden technisch funktioniert. Wichtiger wird, welche Lademöglichkeit gut zum eigenen Weg und zum eigenen Zeitplan passt. Bei längeren Strecken kann die Fahrzeugnavigation helfen, sinnvolle Stopps einzuplanen. Sie berücksichtigt je nach Modell den Akkustand, die Entfernung zum Ladepunkt und die benötigte Ladezeit.

    Im Alltag ist die Suche oft deutlich weniger aufwendig, weil sich mit der Zeit passende Routinen entwickeln. Kay Schönewerk beschreibt es so: „Geladen wird meistens dann, wenn das Auto ohnehin steht, also während eines Termins oder wenn ich im Büro bin.“ Auch rund um die Villa Trufanow ergeben sich für ihn immer wieder gute Gelegenheiten zum Laden. Ein Ladepunkt ist also besonders praktisch, wenn er sich mit bestehenden Wegen verbinden lässt, etwa beim Einkaufen, am Arbeitsplatz, am Bahnhof, im Parkhaus oder in der Nähe eines Termins. So wird das Laden unterwegs Schritt für Schritt zu einem normalen Teil des Tages.

    Längere Fahrten mit dem E-Auto: Wie viel Planung braucht man?

    Im Alltag ist das Laden oft weniger aufwendig, als viele vor dem Umstieg vermuten. Die meisten Wege sind überschaubar und lassen sich gut mit einer Akkuladung bewältigen. Anders ist es bei längeren Strecken, etwa in den Urlaub, zu einem Wochenendausflug oder zu beruflichen Terminen in einer anderen Stadt. Dann geht es weniger um großen Planungsaufwand, sondern um ein gutes Gefühl für Route, Pausen und Reichweite.

    Kay Schönewerk geht damit inzwischen entspannt um: „Vor längeren Strecken schaue ich kurz, wo Schnelllader liegen und ob es am Ziel eine Lademöglichkeit gibt. Gerade mit der Familie macht man ohnehin Pausen, sodass sich das Laden gut integrieren lässt.“

    Wer mit Kindern unterwegs ist, plant meist von selbst regelmäßige Pausen ein. Eine Ladepause kann dann mit Essen, Toilettenpause, Spielplatz oder Kaffee verbunden werden. Dadurch entsteht nicht zwingend zusätzliche Wartezeit. Die Reiseplanung verändert sich eher: Statt erst zu laden, wenn der Akku fast leer ist, wird der Ladestopp dort eingeplant, wo er gut zum Reiseverlauf passt.

    Was tun, wenn eine Ladesäule besetzt oder defekt ist?

    Nicht jeder Ladevorgang läuft im Alltag genau nach Plan. Entscheidend ist dann, genug Spielraum zu haben und nicht erst zu laden, wenn der Akku fast leer ist.

    Kay Schönewerk kennt solche Situationen aus eigener Erfahrung: „Es kam schon vor, dass eine Ladesäule besetzt oder außer Betrieb war oder der Ladevorgang nicht sofort gestartet ist. In solchen Situationen hilft es, ruhig zu bleiben und einfach eine Alternative zu nutzen.“

    Praktisch bedeutet das: Planen Sie bei längeren Strecken lieber etwas Reserve ein, prüfen Sie nahegelegene Alternativen und halten Sie möglichst eine zweite App oder Ladekarte bereit. So bleibt ein besetzter oder defekter Ladepunkt meist nur eine kurze Unterbrechung und wird nicht zum größeren Problem.

    Weitere Orientierung zu typischen Fragen rund um Ladezeiten, Reichweite und öffentliche Ladepunkte bietet auch der Beitrag Elektroauto laden: 5 Mythen und Fakten.

    Der beste Tipp für den Einstieg: Erst einmal ausprobieren

    Wer noch nie öffentlich geladen hat, sollte den ersten Versuch nicht unter Zeitdruck machen. Am besten testen Sie das Laden an einem Tag, an dem kein fester Anschlusstermin ansteht und der Akku noch ausreichend gefüllt ist. So können Sie in Ruhe ausprobieren, wie App, Ladekarte, Kabel und Ladesäule zusammenspielen.

    Auch Kay Schönewerk kennt diese anfängliche Unsicherheit: „Nach ein oder zwei Versuchen verliert das Ganze schnell seinen Respektfaktor. Und plötzlich fragt man sich, warum man sich vorher überhaupt so viele Gedanken gemacht hat.“

    Nach den ersten Ladevorgängen wird öffentliches Laden für viele zur Routine. Dann zählt weniger die Technik im Hintergrund, sondern die praktische Frage: Wo steht mein Auto ohnehin, und wie kann ich diese Zeit sinnvoll nutzen?

    Häufige Fragen zum öffentlichen Laden
    Wie starte ich einen Ladevorgang an einer öffentlichen Ladesäule?

    In der Regel verbinden Sie Auto und Ladesäule mit dem passenden Kabel und starten den Ladevorgang per App, Ladekarte, QR-Code oder direkter Bezahlung. Die genaue Bedienung kann je nach Anbieter etwas unterschiedlich sein.

    Brauche ich immer eine Ladekarte?

    Nein, nicht immer. Viele Ladepunkte lassen sich auch per App oder Ad-hoc-Zahlung nutzen. Eine Ladekarte ist trotzdem praktisch, weil sie schnell funktioniert und als zusätzliche Absicherung dienen kann.

    Was ist der Unterschied zwischen Normalladen und Schnellladen?

    Normalladen eignet sich gut, wenn das Auto länger steht, zum Beispiel bei Ausflügen, beim, Arbeiten oder über Nacht. Schnellladen ist vor allem auf längeren Strecken sinnvoll oder auch im Alltag, wenn in kurzer Zeit wieder mehr Reichweite benötigt wird. 

    Wie plane ich eine längere Fahrt mit dem E-Auto?

    Prüfen Sie vor der Fahrt, wo Schnelllader entlang der Route liegen und ob es am Ziel eine Lademöglichkeit gibt. Viele Fahrzeugnavis und Lade-Apps übernehmen diese Planung automatisch oder unterstützen dabei.

    Was mache ich, wenn eine Ladesäule nicht funktioniert?

    Bleiben Sie ruhig und prüfen Sie in Ihrer App nahegelegene Alternativen. Hilfreich ist es, nicht mit zu niedrigem Akkustand zu laden und mehrere Bezahl- oder Authentifizierungsmöglichkeiten dabeizuhaben. Viele öffentliche Ladesäulen verfügen außerdem über eine Service-Hotline, deren Telefonnummer direkt an der Säule angegeben ist. Ein Anruf kann sich lohnen: Je nach Ursache lässt sich das Problem oft direkt beheben oder der Betreiber kann weiterhelfen. So bleibt ein nicht funktionierender Ladepunkt meist nur eine kurze Unterbrechung und wird nicht zum größeren Problem.

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