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    Mit dem Elektroauto in den Urlaub: Die wichtigsten Tipps

    Die Popularität von Elektroautos wächst stetig, trotzdem haben viele Menschen noch immer Bedenken, mit ihrem E-Auto in den Urlaub zu fahren. Und das, obwohl sich die Reise mit dem Elektroauto im Vergleich zum Pkw mit Verbrennermotor deutlich umweltfreundlicher gestalten lässt. Warum vor allem die Sorge, dass es im Ausland nicht genügend Ladesäulen gibt, unbegründet ist, und wie der E-Auto-Urlaub auch ansonsten stressfrei und reibungslos verläuft, erfahren Sie hier.

    © Shutterstock

    Essenziell bei der Planung der E-Auto-Europa-Tour ist eine sorgfältige Recherche der Ihnen auf der Strecke zur Verfügung stehenden Lademöglichkeiten. Zahlreiche Online-Karten und Apps geben Auskunft über die öffentlichen Ladepunkte in Europa, etwa Going Electric oder Chartmap.com (App iOS/Android). Mithilfe der Stromtankstellen-Verzeichnisse wissen Sie immer genau, wo Sie die nächste Ladestation finden. Wer es eilig hat, sollte trotzdem stets genügend Zeit fürs Laden einplanen – und einkalkulieren, dass Ladezeiten je nach E-Auto-Modell und Ladesäulentyp variieren können.

    Sorgen, dass man unterwegs keine Stromtankstelle findet, muss man sich inzwischen fast gar nicht mehr machen. Laut des European Alternative Fuels Observatory (EAFO) der EU-Kommission waren in Europa Ende 2022 bereits insgesamt 450.478 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge installiert. EWE-Experte Jonas Kossendey: „Mittlerweile kann man mit dem E-Auto problemlos in ganz Europa fahren. In einigen Regionen, etwa Skandinavien, Österreich, Schweiz oder Südeuropa ist die Anzahl der Ladestationen noch deutlich höher als in osteuropäischen Ländern wie Polen oder Bosnien-Herzegowina. Weiße Flecken auf der Landkarte gibt es aber nur noch in sehr ländlichen Regionen.“

    Ladekarte auch im Ausland nutzen und Extrakosten vermeiden

    Roaming kennen viele von der Handynutzung im Ausland: Übertritt man eine Landesgrenze, bekommt man automatisch eine SMS vom örtlichen Mobilfunkanbieter. Durch die Kooperation verschiedener Betreiber werden (dank EU-Richtlinie) hohe Handykosten vermieden. Ganz ähnlich funktioniert es auch bei der Reise mit dem E-Auto ins Ausland: Mit einer Ladekarte kann man Roaming auch im Urlaub nutzen, etwa mit der MobilityCard von EWE Go. Mit dieser lassen sich 400.000 Ladepunkte in Europa ansteuern. Eine Übersicht über alle Partnersäulen sowie der Bezahlvorgang lassen sich bequem über die App (iOS/Android) einsehen und steuern.

    Informieren Sie sich beim Blick in die App unbedingt auch über die Ladeinfrastruktur an Ihrem Zielort. Gibt es dort genügend öffentliche Ladestationen? Muss man sich vielleicht sogar für deren Nutzung registrieren? Je besser Sie über die Lademöglichkeiten unterwegs und am Urlaubsort Bescheid wissen, desto entspannter wird Ihre Reise.

    Akku-Laden über Nacht: Unterkünfte mit Ladesäulen buchen

    Wenn Sie unterwegs in Hotels oder anderen Unterkünften übernachten, ist dies die ideale Gelegenheit, über Nacht den Akku für die nächste Etappe wieder aufzufüllen. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Hotels oder Ferienwohnung darauf, dass diese über Lademöglichkeiten für Elektroautos verfügt. Die meisten Hotel-Buchungsplattformen bieten hierfür einen speziellen Suchfilter an.

    Mobile Ladestation: Für den Notfall

    Vergewissern Sie sich darüber hinaus, dass Sie die richtigen Ladekabel und Adapter dabeihaben, um an den örtlichen Ladestationen laden zu können. Ein längeres Ladekabel kann ebenfalls nützlich sein, falls die nächste Ladestation etwas weiter vom Parkplatz entfernt ist. Jonas Kossendey: „Inzwischen wird an fast allen europäischen Ladesäulen der Steckertyp Standard Typ-2 im AC-Bereich und CCS im DC-Bereich verwendet. Ältere Modelle sind die große Ausnahme.“

    Eine gute Option sind auch mobile Ladekabel (Schuko Steckdose auf Typ2), spezielle Kabel, die man leicht in jedem E-Auto unterbringen kann. Das mobile Ladekabel sorgt dafür, dass Sie Ihren Akku an nahezu jeder Haushaltssteckdose aufladen können. Das macht Sie unabhängig, wenn Sie doch einmal in einer ladesäulenfreien Zone befinden. Aber Vorsicht: Von mobilen Ladestationen sollte man nur im absoluten Notfall Gebrauch machen, da gerade ältere Stromleitungen nicht für die beim Ladevorgang entstehende Stromlast ausgelegt sind. Zudem ist die Ladegeschwindigkeit an ihnen stark eingeschränkt.

    Reichweite im Blick behalten und Akku schonen

    Bedenken Sie bei der Planung einer Fahrt ins Ausland auch Faktoren, die sich negativ auf die Reichweite Ihres E-Autos auswirken können. Etwa hohe Außentemperaturen oder unwegsames oder bergiges Gelände – und planen Sie mit entsprechend kürzeren Teilstrecken.

    Grundsätzlich gilt außerdem: Vermeiden Sie es, die Batterie komplett leerzufahren. Optimal ist ein Akkustand von etwa 10 Prozent, bevor man den Ladevorgang startet. Ansonsten erhöht sich die Ladezeit erheblich. Planen Sie also lieber regelmäßige Ladestopps ein, um die Batterie auf einem vernünftigen Niveau zu halten. Ein letzter Tipp: Überprüfen Sie vor der Reise den Zustand Ihrer Batterie und halten Sie Ausschau nach Software-Updates für Ihr Fahrzeug. Prüfen Sie, ob Ihre Auslands-Autoversicherung auch Pannenhilfe für Elektroautos abdeckt. Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, kann der entspannte Urlaub mit dem Elektroauto losgehen.

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