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    Junges Engagement für gute Ideen

    Der Zukunftsbeirat der EWE Stiftung bekommt neue Mitglieder. Eine von ihnen ist Alina Volkmann. Im Gespräch erzählt sie, warum junge Perspektiven wichtig sind und wie Engagement schon mit Informieren, Mitreden und Zuhören beginnen kann.

    © Mohssen Assanimoghaddam

    Rund um den 23. Mai rückt der bundesweite Ehrentag Menschen in den Mittelpunkt, die sich für andere, für die Gemeinschaft und für demokratisches Miteinander einsetzen. Der Aktionstag zum Geburtstag des Grundgesetzes zeigt: Engagement kann ganz unterschiedlich aussehen. Manchmal bedeutet es, bei einer Aktion in der Nachbarschaft mit anzupacken. Manchmal heißt es, Zeit zu schenken, Verantwortung zu übernehmen oder die eigene Perspektive einzubringen. Wie vielfältig Ehrenamt sein kann und warum freiwilliges Engagement für viele Menschen mehr ist als eine Aufgabe, zeigt auch unser Beitrag „Ehrenamt: Freizeit mit Impact“.

    Auch bei der EWE Stiftung ist Engagement ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Mit dem Zukunftsbeirat gibt es ein Gremium, in dem junge Menschen aus dem EWE-Konzern ihre Sicht auf Förderanträge einbringen. Sie beraten, diskutieren und geben Empfehlungen ab. Nun bekommt der Zukunftsbeirat drei neue Mitglieder: Alina Volkmann, Jarno Land und Hagen Ahrens. Im Gespräch erzählt Alina Volkmann stellvertretend, warum junge Perpektiven wichtig sind und wie Engagement schon  mit Informieren, Mitreden und Zuhören beginnen kann. Alina ist 23 Jahre alt, kommt aus Edewecht und macht seit 2024 eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei EWE NETZ. Für sie ist der Zukunftsbeirat ihr erstes Ehrenamt. Aufmerksam geworden ist sie während ihrer Ausbildung. In einer Feedbackrunde wurde angesprochen, dass neue Mitglieder gesucht werden. „Ich konnte mir zuerst gar nicht so richtig vorstellen, was dort gemacht wird“, erzählt sie. Deshalb schaute sie sich die Arbeit zunächst an. Dabei merkte sie schnell, dass der Beirat jungen Menschen eine konkrete Möglichkeit bietet, mitzudenken und mitzureden.

    Alina Volkmann

    Ich finde es wichtig, dass junge Menschen ihre Meinung einbringen. Es geht schließlich auch um unsere Zukunft." Alina Volkmann, Mitglied im Zukunftsbeirat der EWE Stiftung

    Was macht der Zukunftsbeirat der EWE Stiftung?

    Der Zukunftsbeirat unterstützt die Gremien der EWE Stiftung mit jungen Perspektiven. Seine Mitglieder schauen auf Förderanträge, diskutieren Projekte und geben ein Votum ab. Gefragt wird dabei zum Beispiel: Ist ein Projekt förderwürdig? Sollte es vollständig unterstützt werden oder eher teilweise? Welche gesellschaftliche Wirkung kann es entfalten? Welche Wirkung geförderte Projekte in der Region entfalten können, zeigt zum Beispiel der Beitrag zur Provinzwerkstatt, die von der EWE Stiftung unterstützt wurde.

    Die endgültigen Entscheidungen liegen bei den Stiftungsgremien. Die Empfehlungen des Zukunftsbeirats bringen aber zusätzliche Blickwinkel ein. Genau das findet Alina spannend. „Diese Möglichkeit, eigene Argumente einzubringen und gemeinsam zu diskutieren, fand ich total interessant“, sagt sie. Die Arbeit ist dabei sehr konkret. Etwa sechsmal im Jahr kommen die Mitglieder zusammen. Vor den Sitzungen erhalten sie die Förderanträge, lesen sie durch und notieren erste Einschätzungen. Häufig geht es um 40 Anträge pro Sitzung, manchmal auch mehr. In der Sitzung werden die Projekte gemeinsam besprochen. Dabei können sich Meinungen auch verändern, wenn andere Mitglieder gute Argumente einbringen.

    Was ist der Zukunftsbeirat?

    Der Zukunftsbeirat der EWE Stiftung bringt junge Perspektiven in die Stiftungsarbeit ein. Junge Kolleginnen und Kollegen aus dem EWE-Konzern beraten zu Förderanträgen, geben Empfehlungen und setzen Impulse. So sollen Projekte auch aus Sicht der jungen Generation betrachtet werden. Seit 2025 entscheidet der Zukunftsbeirat zusätzlich über die Vergabe von 7.500 Euro für ein oder mehrere Projekte, aus den Bereichen Demokratie- und Sozialkompetenz, Kulturvermittlung sowie MINT- und Umweltbildung.

    Warum junge Perspektiven wichtig sind

    Für Alina ist klar: Wenn es um Zukunftsthemen geht, sollten junge Menschen mitreden. Viele Entscheidungen betreffen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene direkt, etwa in den Bereichen Bildung, Digitalisierung, Umwelt, Teilhabe oder gesellschaftliches Miteinander. „Ich finde es wichtig, dass aus jedem Alter jemand seine Meinung einbringt“, sagt Alina. Junge Menschen hätten oft einen anderen Blick auf Themen, weil sie bestimmte Erfahrungen selbst gerade erst gemacht haben oder noch nah dran sind. Das gilt zum Beispiel für Schule, Ausbildung, digitale Angebote oder die Frage, wie junge Menschen heute erreicht werden können. Besonders wichtig ist Alina, dass im Zukunftsbeirat nicht nur abgestimmt wird. Es geht auch darum, gemeinsam abzuwägen. Welche Projekte passen zu den Förderzielen der Stiftung? Wo entsteht ein echter Mehrwert? Werden Menschen erreicht, die Unterstützung brauchen? Und wird Teilhabe mitgedacht?

    Bildung, Teilhabe und Barrierefreiheit im Blick

    Ein Thema begleitet Alina besonders: Bildung. Vor ihrer Ausbildung bei EWE NETZ hat sie ein Freiwilliges Soziales Jahr an einer Schule für beeinträchtigte Kinder gemacht. Diese Erfahrung hat ihren Blick auf gesellschaftliche Teilhabe geprägt. Sie hat erlebt, wie wichtig es ist, Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen einzubeziehen und ihnen Möglichkeiten zu eröffnen. Deshalb achtet sie bei Förderprojekten besonders auf Bildung, Gleichberechtigung und Barrierefreiheit.

    „Mir ist wichtig, dass beeinträchtigte Menschen in Projekte eingebunden werden und dass Barrierefreiheit mitgedacht wird“, sagt Alina. Auch Gleichberechtigung sei für sie ein zentrales Thema. Projekte sollten möglichst vielen Menschen Zugänge eröffnen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder individuellen Voraussetzungen.

    Engagement beginnt oft mit Wissen

    Wenn Alina auf junge Menschen in der Region blickt, sieht sie besonders Schulen als wichtige Orte. Dort könne Engagement früh beginnen. Aus ihrer Sicht sollte stärker darüber gesprochen werden, wie Demokratie funktioniert, warum Beteiligung wichtig ist und welche Möglichkeiten es gibt, sich einzubringen. Denn häufig fehle es nicht unbedingt am Interesse, sondern am Wissen. Viele junge Menschen wüssten gar nicht genau, wo sie mitmachen können. Das gelte auch für kleinere Formen des Engagements, etwa in einem Gremium wie dem Zukunftsbeirat. „Es herrscht noch viel Unwissenheit“, sagt Alina. Genau deshalb sei es wichtig, Beteiligungsmöglichkeiten sichtbarer zu machen. Wer weiß, welche Wege es gibt, kann leichter den ersten Schritt machen.

    Der Ehrentag setzt genau an diesem Gedanken an. Er macht sichtbar, dass Engagement nicht immer groß anfangen muss. Es kann bedeuten, eine Aktion zu unterstützen, sich in einem Verein einzubringen, Projekte mitzugestalten oder die eigene Meinung in einem Gremium einzubringen.

    Ehrentag am 23. Mai

    Der Ehrentag ist ein bundesweiter Mitmachtag zum Geburtstag des Grundgesetzes. 2026 findet er erstmals statt. Im Aktionszeitraum vom 16. bis 31. Mai stehen Engagement, Begegnung und gemeinsames Handeln im Mittelpunkt. Vereine, Initiativen, Unternehmen, Kommunen und Einzelpersonen können mit eigenen Aktionen zeigen, wie vielfältig gesellschaftliches Engagement ist.

    Einfach anfangen und sich einbringen

    Alinas eigener Weg zeigt, dass Engagement niedrigschwellig beginnen kann. Sie hat von einer Möglichkeit erfahren, nachgefragt, hineingeschaut und gemerkt, dass sie etwas beitragen kann. Ihr Tipp an andere junge Menschen ist deshalb klar: informieren, Interesse zeigen und sich melden, wenn man mitmachen möchte. Dazu gehört für sie auch, sich mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Sie hört gern Podcasts, informiert sich über Nachrichten und versucht, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen. Denn wer mitreden möchte, braucht Informationen. Und wer sich informiert, erkennt eher, wo die eigene Meinung gefragt ist. Engagement bedeutet für Alina deshalb nicht nur, Zeit zu investieren. Es bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen, zuzuhören und die eigene Sicht einzubringen.

    So wird aus einem Ehrenamt auch ein Lernort: für Beteiligung, Verantwortung und demokratisches Miteinander. Genau diese Verbindung macht den Zukunftsbeirat der EWE Stiftung aus. Junge Menschen bringen sich ein, wägen gemeinsam ab und helfen dabei, gute Ideen sichtbar zu machen.

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