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    Alt und eingefahren? Nein danke!

    Keiner will sie, jeder hat sie: Vorurteile. Schublade auf, Mensch rein, Schublade zu. Wir alle wurden schon früh in Stereotype gezwängt, die für unsere Entwicklung nicht ohne Folgen blieben. Klischees begleiten oft ein Leben lang. Eine zehnteilige Serie rund um Diversity und Vielfalt will Schluss machen mit Vorurteilen und Klischees. Bis zum Deutschen Diversity-Tag am 18. Mai steht jede Woche eine Kollegin oder ein Kollege aus dem EWE-Konzern im Fokus. Sie berichten auf hallonachbar.de, warum sie gerade nicht ins Klischee passen.

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    Diversity-Serie Teil 5 – Manfred Hamel Der Immobilienmanager
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    Manfred Hamel (61) ist gelernter Nachrichtengerätemechaniker und hat Elektrotechnik studiert. Seit fast 34 Jahren arbeitet er in unterschiedlichen Positionen bei EWE, aktuell leitet er das Immobilienmanagement. Diversity ist für den Oldenburger ein wichtiges Thema: „Eine gleichgewichtige Verteilung von Frauen, Männern und Divers über alle Führungsebenen, auch gern in Teilzeit, ist mir ein Anliegen. Ebenso ist es mir wichtig, Menschen mit Einschränkungen zu integrieren. Dazu gehören natürlich möglichst barrierefreie Immobilien.“

    Es ist die Unterschiedlichkeit aller Kolleginnen und Kollegen, die EWE ausmacht. Sie bringen sich mit ihren vielfältigen Fähigkeiten, Kompetenzen und Charakteren ein in den EWE-Konzern und schaffen ein kollegiales Miteinander, das die Arbeit jeden Tag von neuem spannend und abwechslungsreich macht. Heute geht es in der Diversity-Serie um Manfred Hamel und seine positive Einstellung zu Digitalisierung und neuen Arbeitsweisen.

    Manfred Hamel arbeitet seit fast 34 Jahren bei EWE. Der 61-Jährige ist Digitalisierungsfan, arbeitet seit Jahren papierlos und nutzt Wechselarbeitsplätze. Eingefahren ist nur sein Fahrradsattel, denn er fährt täglich zwischen 30 und 40 Kilometer mit dem Rad. Wenn nicht draußen, dann zu Hause auf der Rolle. Wenn er im Frühjahr auf ein Wakeboard steigt oder Wasserski fährt, dann ist das nicht mehr so wie noch vor 30 Jahren, aber es macht noch immer Spaß. „Es dauert danach inzwischen nur etwas länger, bis der Muskelkater vorbei ist“, erzählt er. Daran merke er, dass er älter ist. Und daran, dass er auf Vergangenes bei EWE zurückblicken und seine Erfahrungen in neue Projekte und Diskussionen mit den Kolleginnen und Kollegen einbringen kann.

    Seit elf Jahren papierloses Büro

    Als Corona im letzten Jahr viele Mitarbeitende zum mobilen Arbeiten nach Hause gezwungen hat, war das für Manfred Hamel und sein Team kein großer Umstieg. „Ich habe meine Abteilung schon vorher mit allen notwendigen Arbeitsmitteln ausgestattet. Wir haben bereits mobil gearbeitet, wo es sich angeboten hat. Ich selbst arbeite seit elf Jahren möglichst papierlos. Mich überrascht, wenn ich mit Kollegen spreche, die nicht auf Papier verzichten können und die Digitalisierung nicht an sich heranlassen.“ Hamel selbst hatte das Experiment mit Wechselarbeitsplätzen in seiner Abteilung initiiert. „Ich habe seit gut drei Jahren kein eigenes Büro mehr und komme damit sehr gut zurecht. Insgesamt ist es bei EWE nicht leicht gewesen, solche Veränderungen einzuführen“, erzählt Manfred Hamel, der das Immobilienmanagement leitet. Heute sind Wechselarbeitsplätze in vielen Bereichen bei EWE etabliert, ermöglichen moderne Arbeitsweisen und sorgen für einen effizienten Umgang mit teuren Büroflächen. Schon früher, sagt Hamel, sei Digitalisierung als Schlüssel für mehr Effizienz wichtig gewesen. So führte er mit seinem Kollegen Thomas Spoede, der heute bei BTC arbeitet, digitalisierte Planwerke bei EWE ein: Das Geografische Informationssystem, GIS. Zuständig für die interne Telekommunikation bei EWE, konnte Manfred Hamel als Initiator der Telekommunikationsaktivitäten EWE TEL mitbegründen.

    Immer am Puls der Zeit

    In seinem Arbeitsleben ist er immer am Puls der Zeit geblieben. Mit der Entscheidung von EWE in die Glasfasererschließung einzusteigen, geht für Hamel ein Traum in Erfüllung: Die Region mit leistungsfähiger Telekommunikations-Infrastruktur zu versorgen, die Restriktionen des angemieteten Kupfernetzes der Deutschen Telekom hinter sich zu lassen, so die Digitalisierung voranzutreiben und den Nordwesten Deutschland wettbewerbsfähig zu halten. „EWE hat darüber hinaus vielfältige Chancen beim Klimaschutz durch die Erzeugung, Speicherung und den Transport regenerativer Energie. Dafür braucht es – wie früher auch – Weitsicht und den Mut, langfristige Entscheidungen zu treffen“, meint Hamel. Eine Gefahr für die Entwicklung von EWE sieht Manfred Hamel in der immer stärker werdenden Bürokratisierung und Absicherungsmentalität.

    Dass EWE klimaneutral wird, hält Manfred Hamel für eine sehr wichtige Mission: „Das ist ein sinnvoller Ansatz und EWE wird Vorbild sein. Wir könnten bereits jetzt wichtige Signale senden, wie zum Beispiel durch die Umstellung der EWE-Fahrzeugflotte auf E-Mobilität. E-Mobilität wird sich rasant entwickeln und auch die Skeptiker überzeugen“, da ist sich Manfred Hamel sicher.

    Gemischte Altersstruktur ist Erfolgsfaktor

    „Ich fühle mich als Teamplayer und genieße es, in einem Team zu arbeiten. Begeistert bin ich von unseren Auszubildenden und Studierenden. Sie erhalten eine sehr fundierte Ausbildung, sind kommunikativ, stehen für ihre Arbeitsergebnisse ein und bringen frische Impulse und neue Werte ins Unternehmen“, erzählt Manfred Hamel. Wichtig sei eine gut gemischte Altersstruktur, bei der die Jungen von den Älteren lernen, die Älteren sich von den Jungen mitreißen lassen können. Es ist wichtig, dem Nachwuchs den nötigen Raum zu geben, sich zeigen zu können. Das sei früher schwieriger gewesen. „Besonders stolz bin ich auf mein Abteilungsteam. Als interne Dienstleister decken wir ein weites Spektrum des Immobilienmanagements ab. Ich kann mich immer auf die Kolleginnen und Kollegen verlassen und bin gern Leiter dieser Abteilung“, so Hamel.

    Alter ist eine Zahl im Ausweis

    Wenn Manfred Hamel auf seinem Fahrrad täglich seine Kilometer runterspult, hat er auch Zeit, über Vieles nachzudenken. Darüber, dass der Neubau der Konzernzentrale für Oldenburg und EWE ein Gewinn wäre, weil viele Mitarbeiter aus dem mobilen Arbeiten und aus den vielen verstreuten Standorten an einem Standort zusammenkommen könnten. Oder er philosophiert, wie es gelingen kann, allen Menschen auf der Erde lebenswerte Bedingungen zu bieten, um so die stattfindenden Verteilungskämpfe um Rohstoffe und Wasser zu beenden. Während seiner Fitness-Sessions hört er Audio-Books, Podcasts oder folgt virtuellen Vorlesungen zur Relativitätstheorie, zur Quantenphysik oder der Entwicklung des Universums. Soziale Netzwerk-Profile pflegt er aktiv, Facebook liest er aktuell nur mit, da habe er das Interesse ein bisschen verloren. Den Umgang mit den sozialen Netzwerken habe er nicht zuletzt dem Reverse-Mentoringprogramm von EWE zu verdanken. Alt und eingefahren fühlt sich Manfred Hamel absolut nicht. Das ist für den Digitalisierungsfan nur ein Klischee.

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